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Auswirkungen des Sauerstoffs

Wenn man den Sauerstoff bei einem höheren Druck als normal dosiert, so wird eine hyperbare Sauerstofftherapie oder Hyperoxie erreicht.

Dieses Verfahren erzeugt eine wesentliche Zunahme des Sauerstoffgehalts, das im Blutplasma aufgelöst wird, und ermöglicht die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn, Knorpel, Knochen und Geweben, die aufgrund Kreislaufstörungen den Sauerstoff nicht ordnungsgemäß zugeführt bekommen.

Zudem bietet dieser Prozess eine bessere Kontrolle bei Infektionen und fördert eine schnelle Genesung von einer Vielzahl von Pathologien und von degenerativen und kreislaufbezogenen Krankheiten. Es unterstützt und vereinigt die von den Ärzten ausgewählten Therapien, um bestimmte Pathologien entgegen zu wirken. Dadurch werden die Folgen größerer Verletzungen und physische Schäden, die auf Hypoxie-Zustände (Sauerstoffmangel) zurückzuführen sind, vermieden.

Physiologische Auswirkungen

Die Hyperoxie bewirkt eine ganze Reihe von physiologischen Auswirkungen, und ergänzt die üblichen ärztlichen Behandlungen mit einer erhöhten Effizienz der abschwellenden Prozessen und der Regeneration von Geweben bei vielen Pathologien.

Zu erwähnen sind:

  • Verengung der Blutgefäße

Die Hyperoxie verursacht eine Verengung der kleinen Adern, und führt zu einer Abschwellung, indem sie das Ödem reduziert.

  • Angiogenese

Die Hyperoxie fördert und begünstigt die Bildung von kleinen Blutgefäßen und beschleunigt somit den Narbenbildungs-Prozess.

  • Fördert die Synthese des Kollagens

Die Hyperoxie stimuliert die Fibroblasten, oder kollagenbildende Zellen. Das Kollagen ist der Grundstoff für den Narbenbildungs-Prozess bei Verletzungen und für die Ausbesserung von Geweben.

  • Osteogenese

Die Hyperoxie fördert die Differenzierung der knochenbildenden Zellen und begünstigt dabei die Osteogenese, sowie die Ausbesserung der Knochengeweben.

  • Es fördert die Zell-Immunität

Es gibt eine Art von Leukozyten (weisse Blutkörperchen), nämlich die polymorphnukleären Leukozyten, welche freie Radikalen als bakteriziden Mechanismus einsetzen. Dieser Prozess begünstigt und stimuliert in Anwesenheit von O2.

  • Hierbei werden der oxidative Stress und die Entzündungsreaktion geregelt

Die Hyperoxie wirkt auf die Regler und Botenstoffe der Entzündungsreaktion und verringert den oxidativen Stress, was zu abschwellende Effekte und der Verringerung der Zellenbeschädigung führt.

  • Förderung von Stammzellen

Die Hyperoxie fördert ebenfalls die Differenzierung und Freigabe von Stammzellen, und unterstützt dabei den Prozess für die Ausbesserung von Geweben, sowie die Bildung neuer Blutgefäßen.

  • Die axonale periphärische Regeneration wird ebenfalls stimuliert

Es ermöglicht eine schnelle funktionelle Genesung bei Patienten mit periphärischen Neuropatien, wie z.B. Gesichtslähmung.

  • Zunahme und Wiederverteilung des Gehirnblutflusses

Die größere Sauerstoff-Verfügbarkeit auf Gehirn-Ebene führt zu einer Abschwellung und besseren O2-Aufnahme in den Zellen, wobei die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit Schlaganfällen, spastischen Lähmungen, autistischen Störungen und neurodegenerativen Erkrankungen besonders begünstigt wird.

  • Erhöhter Erfolg bei Gewebelappen und Implantaten

Die Hyperoxie verbessert auch die Annahmerate von Implantaten und Gewebelappen, die bei Brandverletzten und in der reparierenden Chirurgie eingesetzt werden.